Schulplaner-Lerntipps
Liebe Schulplaner-User. Hier haben wir unsere ganz persönlichen Lerntipps für euch zusammengestellt.
- Vorbemerkung
- Lernmaterialien
- Lernumgebung
- Lerntechniken
- Spickzettel- oder Karteikartentechnik
- Reproduktionstechnik
- Anwendungstechnik
- Der Tag davor
- Die Klausur
- Abitur
Vorbemerkung
Natürlich gibt es nicht den Standard-Lernplan, der für alle gleich gilt. Nehmt unsere Tipps als Anregung und guckt, was euch davon hilft. Wir freuen uns immer, von euch weitere Anregungen und Feedback hierzu gemailt zu bekommen.
Bevor wir zu den eigentlichen Lerntipps kommen, ein paar Worte über das, was euch erwartet. Auf dieser Seite werdet ihr Methoden kennen lernen, wie man sich langfristig auf Klausuren im Allgemeinen und die Abiturklausuren vorbereitet. Was diese Seiten nicht leisten können ist, euch zu sagen, wie man innerhalb eines Abends den Schulstoff von 2 Monaten für die Klausur am nächsten Morgen in den Kopf bekommt.
Der Lernprozess
Zeiteinteilung
Mit genau diesem Thema, der Zeit, wollen wir auch unsere Lerntipps beginnen. Es ist wichtig rechtzeitig vor der Klausur mit dem Lernen zu beginnen. Dabei richtet sich der Beginn nach der Stoffmenge, die in der Klausur abgefragt wird. Zur vernünftigen Zeitplanung empfiehlt sich die Erstellung eines Lernplans. Dazu schaut ihr euch den Umfang des zu lernenden Stoffes erst einmal an und unterteilt ihn bei normalen Klausuren in 5 Teile. Sechs Tage vor der Klausur beginnt ihr mit dem Lernen des ersten Teils. Der Abend vor der Klausur ist reserviert für die Wiederholung des gesamten Stoffes. So viel zum zeitlichen Ablauf bei normalen Klausuren.
Lernmaterialien
Wichtig für einen problemlosen Start des Lernvorgangs sind komplette und sauber geführte Unterlagen. Denkt also daran, rechtzeitig vor der Klausur eure Mappen zu überprüfen und Tage, an denen ihr gefehlt habt, von Mitschüler zu kopieren. Einfacher ist der Start ins Lernen, wenn man sich angewöhnt hat, seine Mappen mit folgender Methode auf dem aktuellen Stand zu halten. Man schreibt während der Unterrichtsstunde mit und bringt die Mitschrift zu Hause noch einmal in eine ordentliche Form. Hab ihr eine Stunde verpasst, arbeitet den entsprechenden Stoff möglichst bald nach und legt die Seiten in eurer Mappe ab. Das hat zwei entscheidende Vorteile. Durch das Abschreiben vertieft sich der Stoff und man muss in den Klausurwochen nicht erst fehlende Seiten abschreiben. Mit Recht könnt ihr jetzt sagen, dass diese Methode Zeit kostet. Nur kostet sie euch Zeit, wenn ihr sie habt und nicht kurz vor Klausuren oder Klausurwochen, in denen ihr euch auf mehrere Klausuren vorbereiten müsst. Weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass man meistens dem Stoff der nächsten Stunde einfacher folgen kann, gerade wenn es sich um ein Thema handelt, das schrittweise aufgebaut ist.
Lernumgebung
Nun stellt sich 6 Tage vor der Klausur die Frage: Wie lerne ich richtig? Das Zauberwort heißt Konzentration. Um euch gut konzentrieren zu können, sollte ihr auf eurem Schreibtisch nur die Sachen haben, die ihr für das Lernen benötigt. Sorgt dafür, dass ihr den Schreibtisch nicht andauernd verlassen müsst, um zum Beispiel ein Lineal oder den Taschenrechner aus dem Rucksack zu holen. Zum Lernen braucht man eine ruhige Arbeitsatmosphäre. Also verzichtet auf Ablenkungen durch Musik, Fernseher, Computer. Bittet eure Eltern und Geschwister euch während der Lernphasen nicht zu stören. Macht nach spätestens einer Stunde eine Pause, in der ihr vom Schreibtisch aufstehen und euch ein wenig Bewegung verschaffen solltet.
Lerntechniken
Als Lerntechnik kommen mehrere Methoden in Frage. Ihr müsst selbst herausfinden, mit welcher Methode ihr am effektivsten lernen könnt. Dabei lassen sich die meisten Methoden kombinieren.
Spickzettel- oder Karteikartentechnik
Diese Lerntechnik ist eine der einfachsten Lösungen. Trotz des Namens hat diese Technik nichts mit dem eigentlichen "Spicken" zu tun. Es geht einfach darum, die wichtigsten Informationen aus dem Stoff zu komprimieren. Dabei ist es eine einfache Möglichkeit, sich vorzustellen, man schreibe einen Spickzettel. Man fasst also alle für die Klausur wichtigen Informationen kompakt zusammen und schreibt sie auf Karteikarten. Gelernt wird dann nicht aus der dicken, nicht endenden Mappe, sondern von Karteikarten, die die Informationen, Formeln, Fakten und Regeln in kleinen Portionen bereithalten. Dadurch wird der Stoff wesentlich übersichtlicher und einfacher zu lernen. Weiterer Vorteil der Karteikarten: Sie können in der Hosen- oder Jackentasche überall mitgenommen werden und auf langweiligen Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in der Werbepause beim Fernsehen noch mal gelesen werden. Auch im Bett lassen sie sich deutlich besser lesen als die große schwere Mappe.
Reproduktionstechnik
Gerade für Formeln oder Vokabeln bietet es sich an, reproduktiv zu arbeiten. Soll heißen, man schreibt Vokabeln oder Formeln aus der Mappe oder einem Buch ab und wiederholt diesen Vorgang mehrfach. Als hilfreich hat sich bei Formeln herausgestellt, wie bei Vokabeln ein Paar aus Formel und Name und Anwendungsbereich der Formel zu bilden. Das verhindert, dass man zwar alle Formeln kennt, aber nicht mehr nachvollziehen kann, welche jetzt für welchen Anwendungsbereich war.
Ebenfalls zu den Reproduktionslösungen kann man das mehrfache Lesen bestimmter Definitionen oder Regeln zählen. Allerdings ist die Vorgehensweise hier anders. Nach mehrfachem Lesen sollte man die Regeln ohne die Vorlage aufschreiben können. Gelingt dies nicht, kann man die Texte auch zur weiteren Vertiefung einmal abschreiben.
Anwendungstechnik
Die Anwendungstechnik soll die Anwendung des Erlernten vertiefen. Hierzu benötigt man Aufgaben und deren Lösungen. Eine einfache Methode ist es, seine Hausaufgaben noch einmal zu rechnen und mit den korrigierten Ergebnissen aus der Schule zu vergleichen. Dabei sollte man Klausurbedingungen simulieren, also nur die Hilfsmittel verwenden, die auch während der Klausur erlaubt sind. Besonders wichtig ist die Anwendungstechnik für alle Fächer, bei denen die gelernten Formeln oder Regeln angewendet werden müssen. Also gerade in den naturwissenschaftlichen Fächern ist es wichtig, nicht nur die Formeln zu können, sondern auch deren Anwendung zu beherrschen. Wichtig ist bei der Anwendungstechnik möglichst viele verschiedene Beispiele zu bearbeiten und zu kontrollieren. Bei der Kontrolle sollte man bei falschen Lösungen nicht einfach nur die Fehler zu markieren, sondern versuchen die Ursache des Fehlers durch den Vergleich mit dem Lösungsweg zu ermitteln.
Der Tag davor
Zurück zum Ablauf. Der letzte Tag vor der Klausur ist, wie am Anfang schon erwähnt, für die Wiederholung des gesamten Stoffes reserviert. Man sollte also den gesamten Stoff durchgehen und sehen, wo man noch häufig Fehler macht. Diese Bereiche kann man dann noch einmal intensiver bearbeiten und am nächsten Morgen entspannt zur Klausur gehen. Wichtig und gut zur eigenen Beruhigung ist die Überprüfung und das Packen des Handwerkszeugs am Vorabend. Packt euch alle für die Klausur wichtigen Unterlagen und Arbeitsmaterialien in den Rucksack. Wenn ihr das zum Ritual macht, könnt ihr euch sicher sein, nichts zu vergessen.
Die Klausur
Womit wir beim nächsten wichtigen Thema sind: der Tag der Klausur. Steht nicht erst in allerletzter Minute auf, sondern nehmet euch Zeit für ein Frühstück. Das Hirn braucht die Nahrung, um auf Hochtouren arbeiten zu können. In der Schule am Sitzplatz angekommen legt ihr alles auf den Tisch, was ihr braucht und wartet in aller Ruhe auf die Ausgabe der Klausuren. Es gibt keinen Grund, nervös zu werden. Schließlich habt ihr euch ja gewissenhaft vorbereitet.
Wenn ihr die Klausur in den Händen haltet, überprüft, ob ihr alle Seiten erhalten habt und lest sie durch. Könnt ihr etwas nicht lesen, fragt nach. Teilt euch die gestellten Aufgaben ein. Es ist nicht immer sinnvoll nach der Nummerierung der Aufgaben zu gehen. Ein guter Einstieg ist meistens eine Aufgabe, die ihr dank eurer Vorarbeit einfach lösen könnt. Sollte die Zeit in der Klausur knapp werden, bearbeitet ihr die Aufgabe, die ihr glaubt besser lösen zu können. Versucht, nur das Geforderte zu beantworten. Für mehr Informationen als die Geforderten gibt es keine Punkte. Außerdem kostet es zusätzliche Schreibarbeit und, viel schlimmer, Zeit, die euch bei der weiteren Bearbeitung der Klausur fehlen könnte. Sollte euch die Zeit davon laufen, beantwortet die letzte Aufgabe mit Stichwörtern, die Euch dazu einfallen. Das sollte allerdings nur in der letzten (im wörtlichen Sinne) Minute angewendet werden.
Abitur
So nun noch ein paar Tipps für alle auf dem Weg zum Abitur. Der Stoff in den Abiturklausuren ist wesentlich umfangreicher und erfordert daher eine saubere Dokumentation des Stoffes und einen rechtzeitigen Lernbeginn. Über die 2 Jahre sammelt sich viel Stoff, den ihr am "Tag X" abrufen müsst. Fangt mit den Inhalten an, die ihr nicht gemocht habt oder mit denen ihr auf Kriegsfuß standet. Bildet Lerngruppen in denen ihr Fragen stellen könnt und sie gegenseitig beantwortet. Macht euch einen Lernplan. Wichtig: Man kann nicht 12h am Tag ein Fach lernen. Wechselt die Fächer ab!
Viel Erfolg,
Euer Schulplaner-Team




